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Das Samsung Galaxy S3 im simyo Test

Das Samsung Galaxy S3 im simyo Test

29. Juni 2012 | von Stefan Engelmann
Zum Launch des neuen Topmodells Galaxy S3 in Deutschland haben wir ein paar der begehrten Alleskönner von Samsung erhalten. Heute nun mein subjektiver Testbericht zum Galaxy S3. Eins vorweg: ich mag Android und ich mag iOS, daher folgt ein relativ nüchterner Artikel ohne Fanboy-Allüren und Vergleiche der beiden Systeme
simyo - Weil einfach einfach einfach ist.
die Hardware
Das S3 kommt in einer kleinen weißen Pappbox zusammen mit dem wesentlichen Zubehör (Ladestecker, USB-Kabel und Headset) und einer Kurzanleitung. Genauer könnt ihr das im Unboxing Video auf livingthefuture.de anschauen. Das Gerät ist im Vergleich zu anderen Smartphones, die ich bisher so in den Händen hatte, um einiges größer. Alleine das Display nimmt mit seinen 4,8 Zoll schon eine Fläche ein, die in etwa der Gesamtgröße eines iPhone 4 entspricht. Die Gehäusedicke und das Gewicht bewegen sich hingegen mit 8,6mm und 133 Gramm in gewohnten Bereichen. Äußerlich hat Samsung viel Kunststoff verbaut. Es knarzt und wackelt nichts, jedoch wirkt das Äußere auf den ein oder anderen Betrachter nicht so wertig wie bei anderen Smartphones dieser Gefechtsklasse – Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Durch das glatte Kunststoffgehäuse ist das S3 in jedem Fall ein Hostentaschenschmeichler und lässt sich dort trotz seiner Ausmaße gut hervorzaubern.

Sicht- und fühlbarstes Highlight ist das Display. Auf 4,8 Zoll bzw. 12,2cm Bildschirmdiagonale bringt Samsung 921.600 Pixel unter, was einer Auflösung von 1280×720 Pixel entspricht. Es ergibt sich eine Pixeldichte ähnlich der des Retina-Displays vom iPhone 4 – Schriften und Bilder werden gestochen scharf dargestellt und ganze Webseiten lassen sich im Querformat im Browser darstellen. Auch die Farbdarstellung ist bei unterschiedlichen Blickwinkeln top. Subjektiv entsteht der Eindruck, dass das Display direkt unter der abdeckenden Glasscheibe “klebt” und man es direkt beim tippen, ziehen und wischen berührt.

Im Hintergrund hält ein Quad-Core Prozessor das Galaxy S3 auf Trab, der mit 1,4 Gigahertz pro Kern getaktet ist. Die Performance ist verblüffend – das S3 reagiert meist ohne spürbaren Verzug auf jegliche Eingabe. Nicht zu unrecht setzt sich das Gerät derzeit in Benchmarks an die Spitzenposition. Strom liefert ein 2.100 mAh starker Akku, der das Gerät mit einer Ladung und normaler Benutzung gut über den Tag bringt (an tägliches Laden habe ich mich über diverse Smartphones hinweg mittlerweile gewöhnt). Kameras sind auf Vorder- und Rückseite vorhanden. Fotos und Videos können mit 8 Megapixel bzw. Full-HD Auflösung aufgenommen werden. Die Qualität der Bilder und Videos (auch von der Frontkamera) sind sehr gut (siehe Stärken und Schwächen)!

die Software
Auf dem S3 läuft das Google Android System in der Version 4.0 – Android-Nutzer der Vorversionen werden sich schnell damit zurecht finden. Für Neueinsteiger ist mein Eindruck, dass die Benutzung tendenziell einfacher geworden ist – das Einstellungsmenü ist nicht mehr so undurchsichtig und viele Funktionen wie das An- und Ausknipsen von WLAN, GPS oder Datenverbindung sind schnell(er) erreichbar. Samsung installiert einige eigene Anwendungen vor. Davon genutzt habe ich eigentlich nur den S Planner, einen sehr brauchbaren Kalender. Alle Standard-Funktionen wie Termine, Kontakte, E-Mail etc. funktionieren prima. Auch die Synchronisierung mit Microsoft Exchange über ActiveSync klappt gut. Insgesamt gehen Bedienung und Arbeiten mit dem Gerät sehr flüssig von der Hand. Abstürze sind bei mir bislang nicht vorgekommen – Hardware, System, und Apps machen einen gut integrierten und stimmigen Eindruck. Die Samsung-Optik (Iconauswahl, Theme) und Spielereien wie ein Wischwassereffekt inklusive Plätschern beim Entsperren sind nett aber wieder mal typabhängig – ich seh’s neutral

die Stärken
Displaygröße, -auflösung und -farben
Qualität der Kameras
Performance der CPU und Grafik
Dropbox-Integration – bei Aktivierung erhält jeder Käufer 2 Jahre lang 50GB Dropbox-Speicher umsonst
All-Share Play Funktion – damit lassen sich Fotos und Videos ähnlich wie mit Apple AirPlay direkt auf einem DLNA bzw. Wi-Fi Direct fähigen Fernseher anschauen (hat bei mir mit einem Sony BRAVIA reibungslos funktioniert)

Weckfunktion
die Schwächen

die Akkulaufzeit ist wie bei allen Highend-Smartphones eher mäßig und schwankt stark je nachdem wie man das Gerät benutzt bei Videoaufnahme pulsiert bzw. refokussiert der Autofokus in bestimmten Abständen, was sich störend in den Videos bemerkbar macht man löst oft unbeabsichtigt die beiden Touchbuttons (Zurück, Optionen) unterhalb des Displays aus, besonders nervig beim Drehen des S3 (z.B. um ein Bild im Querformat aufzunehmen)

App-Empfehlungen und Fazit
Bevor ich ein kleines Fazit ziehe hier meine Favoriten-Apps auf dem Galaxy:

Musik: Spotify (Musikstreaming-Dienst), gStrings (Stimmgerät für Gitarre/Ukulele), Mobile Metronome (Hosentaschenmetronom für die Bandprobe)
Spiel: Angry Words (Scrabble mit genialer Mehrspielerfunktion)
Grafik: Aviary, Instagram (beides Tools zur Bildbearbeitung direkt auf dem S3)
Helfer in der Not: ADAC Pannenhelfer (mir ist diese Woche die Zündspule im Golf kaputtgegangen, schnelle Hilfe kam per App)

Fazit: Nach mittlerweile fast zwei Wochen Test im Privat- und Arbeitsleben möchte ich das S3 eigentlich nicht mehr hergeben, denn es macht wirklich Spaß und ist ein wahrer Alleskönner. Hardwareseitig setzt es neue Benchmarks und Android in der Version 4.0 zeigt, dass auch Google in der Vergangenheit viel hinzugelernt hat.

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