News aus Mobilfunk, Festnetz, Kabel und Technik
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Roaming-Gebühren sinken zur Urlaubssaison

– Neue Obergrenzen ab 1.Juli 2014
– Deutlicher Rückgang in den vergangenen Jahren

Berlin, 30. Juni 2014
Telefonieren, SMS-Schreiben und Surfen per Handy im EU-Ausland wird ab morgen billiger. Zum Start der Urlaubssaison 2014 werden neue Preisobergrenzen für die Mobilfunknutzung im Ausland eingeführt. Die Preise für abgehende Anrufe aus dem EU-Ausland einschließlich Norwegen, Liechtenstein und Island fallen von derzeit maximal 24 Cent/Minute auf nur mehr 19 Cent/Minute. „Damit sinken die Gebühren für Handytelefonate aus dem Ausland unter das Preisniveau zahlreicher Inlands-Tarife“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Auch das mobile Surfen wird erneut günstiger: Ein Megabyte kostet dann maximal 20 Cent – nach 45 Cent aktuell und bis Juli 2013 noch 70 Cent. Zudem erhalten Kunden sei einigen Jahren eine Hinweis-SMS ihres Providers, wenn sie innerhalb eines Monats für 59,50 Euro im Internet gesurft haben.

Die Veränderungen zum 1. Juli 2013 und 1. Juli 2014 im Überblick

  ab 1.7.2013 ab 1.7.2014
Abgehende Anrufe aus EU-Ausland (pro Min.) 24 Cent 19 Cent
Ankommende Anrufe im EU-Ausland (pro Min.) 7 Cent 5 Cent
Verschickte SMS aus dem EU-Ausland (Empfang kostenlos) 8 Cent 6 Cent
Datennutzung im EU-Ausland (je Megabyte) 45 Cent 20 Cent

Jeweils zzgl. Mehrwertsteuer

Verbraucher sollten sich vor Reisebeginn bei ihren Mobilfunkanbietern erkundigen, ob es für ihr Urlaubsziel besondere Roaming-Pakete gebe. „Parallel zur EU-Regulierung haben viele Netzbetreiber eigene, günstige Reisetarife geschaffen“, so Rohleder.

Das EU-Parlament hatte im April 2014 für die Abschaffung der Roaming-Gebühren gestimmt. Die Gebühren für mobiles Telefonieren, Surfen und SMS-Schreiben im europäischen Ausland sollen bis Dezember 2015 vollständig abgeschafft werden. Allerdings müssen die EU-Staaten diesem Beschluss noch zustimmen. „Eine schnelle, komplette Abschaffung der Roaming-Gebühren würde das Preisgefüge in der Mobilkommunikation ins Rutschen bringen und die Verbraucher an anderer Stelle zusätzlich belasten“, sagt Rohleder. Die Preise für Inlandstelefonate und mobile Internetnutzung würden steigen. Die Netzbetreiber seien auf Erlöse aus dem Roaming angewiesen, um die anstehenden Milliardeninvestitionen in den Netzausbau besser stemmen zu können.

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